Die Chronik

Der Gutshof Polting befindet sich seit vier Generationen im Besitz der Familie Riederer Freiherr von Paar zu Schönau. Die Schafhaltung stellt seit 1928 einen wesentlichen und ununterbrochenen Bestandteil des Betriebes dar. Der Grund für den Beginn der Schafhaltung lag in der Tatsache, dass es auf dem Betrieb in Polting etwa 30 ha nicht ackerfähige Standorte gab, die sich für eine Nutzung mit Schafen anbot. Damals spielte vor allem die Wolle eine große Rolle für die Wirtschaftlichkeit.

In den folgenden Jahrzehnten engagierte sich die Familie Riederer von Paar immer mehr in der praktischen Schafhaltung, übernahm eine bedeutende Rolle im Landesverband der bayerischen Schafzüchter und suchte immer wieder nach neuen Wegen in der Schafhaltung.

In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts begann der Vormarsch synthetischer Fasern, was die Bedeutung der Schafwolle in Deutschland immer weiter in den Hintergrund drängte. Über die Jahre entwickelte sich die Erzeugung und Vermarktung von Qualitätslammfleisch zu einer zwingenden wirtschaftlichen Voraussetzung, für die Erhaltung des Betriebszweigs der Schafhaltung innerhalb des Gutsbetriebes Polting.

Bereits in den 70er Jahren errichtete Baron Johannes Riederer von Paar eine Direktvermarktung für seine „Poltinger Lämmer” an Hotels, Restaurants und Privatkunden.

Baron Franz Riederer von Paar baute, nach Abschluß seines Studiums und Übernahme des elterlichen Hofes, dieses System seit 1988 konsequent weiter aus. Er schuf auf dem Gutshof Polting die Voraussetzungen, die bis dahin praktizierte Wanderschafhaltung in eine betriebsgebundene Koppel- und Hütehaltung umzuwandeln. Dazu wurden intensiv genutzte Ackerflächen in extensive Kräuterweiden umgewandelt, um somit eine ganzjährige Futtergrundlage für die Mutterschafe und Lämmer sicherzustellen. Um die bereits vorhandenen und neu dazu gewonnenen Kunden der deutschen Spitzengastronomie ganzjährig mit hochwertigem „Poltinger Lamm” versorgen zu können, wurden die Merinomutterschafe, die rassebedingt das ganze Jahr Lämmer bekommen können, in viele kleine Gruppen unterteilt und entsprechend mit Fleischschafböcken gekreuzt.

Parallel dazu wurde auch die Vermarktung von Wild aus der hofeigenen Jagd und Fischen aus der extensiven Teichwirtschaft vorangetrieben.

Bis Ende der 90er Jahre hat sich die Vermarktung der Poltinger Lebensmittel zu einem wesentlichen Betriebszweig entwickelt, was zu der Entscheidung führte, umfangreiche Investitionen in diesem Bereich zu tätigen, um langfristig für die Zukunft vorbereitet zu sein. So wurden entsprechend der neuesten EU-Verordnungen moderne Kühllager und Verarbeitungsräume geschaffen sowie modernste Kühlfahrzeuge, zur Auslieferung der Produkte an die Endverbraucher in einer geschlossenen Kühlkette, gekauft. Um auch den privaten Kunden einen Einkauf auf dem Bauernhof und den Kontakt zum Produzenten und den Tieren zu ermöglichen, wurde ein Hofladen errichtet.

Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätskontrollen wurde ein betriebsspezifisches Qualitätsmanagementsystem, angelehnt an die DIN ISO 9000ff eingeführt, um eine ständige Weiterverbesserung von Qualität und Qualitätssicherheit zu erreichen.

Bedingt durch die jahrzehntelange vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der deutschen Spitzengastronomie, wurde immer wieder die Frage nach weiteren Spitzenprodukten mit bekannter Herkunft laut, was Baron Franz Riederer von Paar dazu veranlasste ein Netzwerk ausgewählter und kontrollierter Partnerbetriebe aufzubauen die ihn mit den entsprechenden Produkten beliefern. So werden heute unter dem eingetragenen Markenzeichen GUTSHOF-POLTING®, neben den eigenen Produkten auch Spitzenprodukte anderer Hersteller angeboten, die entsprechend der vorgegebenen Qualitätskriterien ins Lieferprogramm des GUTSHOF-POLTING® aufgenommen werden.

Lebensmittel mit dem Markenzeichen GUTSHOF-POLTING® garantieren dem Verbraucher höchste Qualität von kontrollierter Herkunft.


Franz und Bernadette Riederer von Paar